(ANSA) - BOZEN, 22 MAI - Ein wichtiger Meilenstein für die Mobilität im Pustertal ist erreicht: Am 22. Mai ist in Kiens die letzte Tunnelwand des Haupttunnels der neuen Umfahrung durchbrochen worden. Mit dem Abschluss des Ausbruchs der rund 900 Meter langen Galerie beginnt eine neue Bauphase. Die Verkehrsfreigabe ist laut aktuellem Zeitplan für Herbst 2027 vorgesehen. Die Bauarbeiten für die Umfahrung Kiens laufen seit 2022. Der Ausbruch des rund 900 Meter langen Haupttunnels ist inzwischen vollständig abgeschlossen. Derzeit wird an der Abdichtung und am Innenausbau mit Stahlbeton gearbeitet. Parallel dazu werden weitere Maßnahmen umgesetzt: Dazu zählen die Verlegung der Hochspannungsleitung von Terna durch den Tunnel, der Bau des Westportals und einer künstlichen Galerie sowie Maßnahmen zur Bodenverbesserung für den zentralen Fluchtstollen.
Das Projekt stellt hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Die Trasse verläuft durch ein sensibles Gebiet und unterquert den Siedlungsbereich von Kiens. Während der Bauphase sind daher Verkehrsmaßnahmen und Eingriffe in bestehende Infrastrukturen notwendig. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sicherheit der darüberliegenden Gebäude. Ein kontinuierliches Monitoringsystem überwacht mögliche Bewegungen und ermöglicht ein rasches Eingreifen bei Bedarf. "Beim Tunnelbau unter einem bewohnten Gebiet stehen Präzision und Sicherheit im Vordergrund", unterstreicht Alfreider und hebt hervor: "Ziel ist ein spürbarer Nutzen für die Bevölkerung: weniger Verkehr im Ortszentrum und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden." Mit der Inbetriebnahme der Umfahrung wird eine deutliche Entlastung des Ortskerns erwartet. Ein wesentlicher Teil des Verkehrs kann künftig aus dem Dorfzentrum verlagert werden. (ANSA). YGK-WA
Umfahrung Kiens, letzte Tunnelwand durchbrochen
22 maggio 2026 • 13:38

