(ANSA) - BOZEN, 15 APR - Eine groß angelegte Operation der Verkehrspolizei mit dem Namen Logistic Games" hat ein System illegaler Praktiken im Bereich der Logistik und Schwertransporte ans Licht gebracht. Beamte des Verkehrspolizeikommandos Trentino-Südtirol und Belluno führten mit Unterstützung von Einheiten aus Latium, der Lombardei und Venetien zahlreiche Durchsuchungen im gesamten Staatsgebiet sowie auch in Österreich und Deutschland durch. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Gesellschaft österreichischen Rechts, die einem Südtiroler Unternehmer zugerechnet wird und über Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern sowie Tochtergesellschaften in Italien tätig war. Nach der Hypothese der Ermittler verwendeten die Verantwortlichen der Organisation gefälschte Kennzeichen und Dokumente, um betrügerisch Genehmigungen für Schwertransporte zu erlangen und dabei Autobahnbetreiber sowie lokale Behörden zu täuschen. Diese Praktiken hätten einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil verschafft, da Dienstleistungen zu niedrigeren Preisen und mit kürzeren Lieferzeiten als die Konkurrenz angeboten werden konnten. Die Ermittlungen ergaben zudem den Einsatz von Fahrzeugen, die nicht den technischen Vorschriften entsprachen, sowie die Fälschung von Dokumenten im Zusammenhang mit der Zulassungsbehörde, was potenzielle Risiken für die Verkehrssicherheit mit sich bringt. Die Untersuchung, in deren Rahmen derzeit elf Personen wegen krimineller Vereinigung, Urkundenfälschung und schweren Betrugs beschuldigt werden, wurde durch eine transnationale Kontaktgruppe zwischen den Staatsanwaltschaften von Bozen, Innsbruck und Traunstein koordiniert. (ANSA). YSU-WA