(ANSA) - BOZEN, 29 MAI - Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher hat die für Samstag, 30. Mai, auf Tiroler Seite des Brenners geplante Umweltkundgebung kritisch bewertet. Gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA erklärte er, Proteste allein seien keine Lösung; vielmehr brauche es gemeinsame und konstruktive Maßnahmen zwischen den Staaten. „Diese Demonstration löst nichts, denn man muss konstruktiv sein und neue Lösungen finden, die zwischen den Staaten abgestimmt werden müssen", sagte Kompatscher. Das Problem sei allen bewusst. „Jeder weiß, dass es hier ein Thema gibt. Deshalb besteht sogar die Gefahr, dass die Solidarität in der Bevölkerung gegenüber den Anrainern der Autobahn, die durchaus vorhanden ist, abnimmt, weil viele verärgert sein werden", unterstreicht Kompatscher. Mit Blick auf mögliche Verkehrsbehinderungen betonte der Landeshauptmann, dass die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden seien. Die Bevölkerung und die Unternehmen seien informiert und aufgerufen worden, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten. „Wir haben zudem versucht, den Verkehr zu reduzieren, indem wir schwere Fahrzeuge ausgesperrt haben", ergänzte Kompatscher und fügt weiters hinzu: "darüber hinaus sei der Zivilschutz alarmiert worden. Selbstverständlich stehen alle Dienste bereit, um Personen, die möglicherweise im Stau feststecken, mit Wasser und Lebensmitteln zu versorgen. Wir hoffen, dass alles bestmöglich funktioniert." (ANSA). YGK-KNM
Kompatscher, „die Demonstration am Brenner löst keine Probleme"
29 maggio 2026 • 13:14

