(ANSA) - BOZEN, 12 GIU - Der Voruntersuchungsrichter von Neapel, Mariano Sorrentino, hat ein vorläufiges Berufsverbot gegen den Herzchirurgen Guido Oppido und seine Stellvertreterin Emma Bergonzoni verhängt. Die beiden hatten am 23. Dezember 2025 die fehlgeschlagene Herztransplantation bei dem kleinen Domenico Caliendo durchgeführt, der dann am 21. Februar im Monaldi-Krankenhaus verstarb. Die beiden Mediziner wurden für 12 bzw. 7 Monate vom Dienst suspendiert. Ihnen wird gemeinschaftliche materielle und ideologische Falschbeurkundung im Zusammenhang mit der Krankenakte des Kindes vorgeworfen. Damit wurde den Anträgen der Staatsanwaltschaft stattgegeben, welche die Ermittlungen der Spezialeinheit NAS koordiniert hatte. Nach Erkenntnissen der NAS und der Staatsanwaltschaft Neapel sollen die Ärzte im OP-Bericht der Herztransplantation fälschlicherweise Tatsachen bescheinigt haben, die nicht der Wahrheit entsprechen. Laut den Justizbehörden gaben sie in den Tagen nach dem Eingriff fälschlicherweise an, die Kanülierung und den extrakorporalen Kreislauf erst dann eingeleitet zu haben, als das für die Organentnahme zuständige Team aus Bozen das Monaldi-Krankenhaus erreicht hatte. Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass dies nicht den Tatsachen entsprach: Die Eingriffe hatten im Neapler Krankenhaus bereits vor der Ankunft des Bozner Teams begonnen. (ANSA). WA