(ANSA) - BOZEN, 18 MAI - Die Carabinieri von St. Ulrich in Gröden haben einen weiteren Betrugsfall nach der Masche des „falschen Carabiniere" aufgedeckt. Eine 30-jährige Frau aus Rom sowie ein 48-jähriger Mann aus der Provinz Neapel wurden angezeigt. Den Ermittlern gelang es zudem, mehr als 16.000 Euro sicherzustellen und dem Betrugsopfer zurückzugeben. Der Vorfall ereignete sich im November und betraf ein junges Paar aus Gröden. Die Täter manipulierten ihre Telefonnummern so, dass diese als echte Anschlüsse der Carabinieri beziehungsweise von Bankinstituten erschienen. Auf diese Weise überzeugten sie das Opfer davon, dass sein Bankkonto Ziel eines Hackerangriffs sei. Unter erheblichem psychologischem Druck veranlasste der Mann eine Sofortüberweisung in Höhe von 48.500 Euro auf ein von den Betrügern angegebenes Konto. Anschließend gelang es den Tätern zudem, eine weitere Überweisung über 4.900 Euro vom Konto der Ehefrau auszulösen. Durch das rasche Eingreifen der Carabinieri konnte die zweite Überweisung noch rechtzeitig gestoppt werden. Die anschließenden Ermittlungen, unterstützt durch die Auswertung von Videoüberwachungsaufnahmen aus Postämtern, führten zur Identifizierung der beiden mutmaßlichen Täter sowie zur vorsorglichen Beschlagnahmung des Betrugskontos. Nach der von der Staatsanwaltschaft Bozen angeordneten Freigabe der beschlagnahmten Gelder wurde der sichergestellte Betrag an die rechtmäßigen Eigentümer zurückerstattet. Die Ordnungskräfte appellieren erneut an die Bevölkerung, äußerste Vorsicht walten zu lassen: weder Polizei noch Banken fordern telefonisch dazu auf, Geld zu überweisen oder Zugangsdaten preiszugeben. (ANSA). YGK-WA
Falsche Carabinieri räumen Konto in Gröden leer, 2 Anzeigen Die wahren Carabinieri sichern mehr als 16.000 Euro
18 maggio 2026 • 08:20

