(ANSA) - BOZEN, 27 APR - Die Finanzpolizei hat am Brenner, in Anwesenheit der Coldiretti-Demonstranten, zahlreiche LKWs bei der Einfahrt nach Italien angehalten und kontrolliert. Diese transportierten unter anderem Schinken, die nach Mailand bestimmt sind und dort zu „italienischen" Produkten werden sollen, Obst und Gemüse aus den Niederlanden mit Ziel Venedig sowie Paletten mit Konfitüren und Fisch aus Nordeuropa. Coldiretti hat am Grenzübergang zudem einen symbolischen Tisch aufgebaut, um „die verzerrenden Auswirkungen der Regelung über die letzte wesentliche Verarbeitung anzuprangern, die es erlaubt, ausländische Produkte durch einfache Verarbeitungsschritte zu ‚italianisieren'". „Eine konkrete Initiative, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu zeigen, wie sich hinter scheinbar nationalen Etiketten in Wirklichkeit Rohstoffe aus dem Ausland verbergen", betont Coldiretti. Auf dem Tisch wurden exemplarische Fälle dieser Praxis präsentiert, die die Markttransparenz beeinträchtigt und italienische Landwirte benachteiligt.
Aus importierten Rohstoffen entstehen in Italien scheinbar heimische Produkte: südamerikanisches Hühnerfleisch wird zu „italienischen" Nuggets, niederländisches Schwein zu Schinken, ukrainischer Käsebruch zu Mozzarella. Auch ägyptische Artischocken und südafrikanische Orangen gelten nach Verarbeitung als italienisch, ebenso Pasta aus kanadischem Weizen, laut Coldiretti teils mit möglichen Glyphosat-Risiken. Das verdeutlicht einen Mechanismus, der die Herkunft verschleiert. Für Coldiretti eine zentrale Schwachstelle des EU-Zollkodex. (ANSA). YGK-WA
Coldiretti am Brenner, in LKW geladene Schinken werden „italienische Produkte" Die Kontrollen von Fahrzeugen bei der Einreise nach Italien dauern an.
27 aprile 2026 • 12:01

