(ANSA) - BOZEN, 5 AUG - Die Region Trentino-Südtirol stellt für 2026 insgesamt 242.829 Euro zur Verfügung, um die Mehrkosten abzudecken, die durch den Gebrauch der ladinischen Sprache in den Seniorenwohnheimen des Fassatals und Gadertals entstehen. Damit sollen die Ausgaben nicht auf die Heimbewohner und ihre Familien abgewälzt werden. „Wir wollen die Kenntnis und den Gebrauch der ladinischen Sprache in den Dienstleistungen der ladinischen Gebiete gezielt fördern. Gerade in der Betreuung älterer Menschen ist es wichtig, sie in ihrer Muttersprache ansprechen zu können - das bedeutet Rücksicht, Nähe und Qualität in der Pflege", betonte Arno Kompatscher, Präsident der Region. Deshalb werde die Region die Finanzierung auch künftig sicherstellen. Von den Beiträgen profitieren zwei Einrichtungen: Die „Azienda publica de Fascia de servijes per la persona" in San Giovanni di Fassa erhält 22.829 Euro zur Finanzierung von Übersetzungsleistungen. ). Die stationäre Pflegeeinrichtung zählt 65 Betten (davon 3 Plätze für selbstständige Senioren und 62 Pflegeplätze) und beschäftigt 61 Mitarbeitende. Das Seniorenwohnheim Ojöp Frëinademetz in St. Martin in Thurn erhält den Höchstbetrag von 220.000 Euro. Dort werden 89 Seniorinnen und Senioren betreut, rund 110 Mitarbeitende sind beschäftigt. Regionalassessor Carlo Daldoss unterstrich: „In das Personal der Seniorenwohnheime zu investieren bedeutet, in die Lebensqualität der Senioren zu investieren. In den ladinischen Gebieten gehört dazu auch die Betreuung durch Fachkräfte, die ihre Muttersprache sprechen." Auch Regionalassessor Luca Guglielmi hob die Bedeutung der Sprache hervor: Die Region bekräftige ihren Einsatz für eine würdevolle und inklusive Seniorenpflege. Die Förderung der ladinischen Sprache stärke Identität, kulturelle Kontinuität und das Wohlbefinden der lokalen Gemeinschaften (ANSA). YSU-WA
Region stellt Mittel für ladinische Seniorenwohnheime bereit Übersetzungskosten sollen nicht auf Familien abgewälzt werden
5 agosto 2026 • 10:47

