BOZEN. Für das Studienjahr 2026/27 haben sich insgesamt 291 Personen für den fünfjährigen Masterstudiengang «Bildungswissenschaften für den Primarbereich» an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen in Brixen beworben. Nach den stagnierenden Bewerbungszahlen der vergangenen Jahre verzeichnet der Studiengang damit erstmals wieder einen deutlichen Zuwachs. Besonders sichtbar wird dieser in der deutschen Abteilung, in der die Zahl der Bewerbungen gegenüber dem vergangenen Studienjahr um rund 35 Prozent gestiegen ist.
«Die Zahlen sind ein ermutigendes Signal: Die pädagogische Arbeit in Kindergarten und Grundschule ist für junge Menschen attraktiv, und das Interesse an einer entsprechenden Ausbildung ist groß», sagt der für die Universität zuständige Landesrat Philipp Achammer. "Gerade in einer Zeit, in der qualifizierte Fachkräfte gebraucht werden, ist diese Entwicklung von großer Bedeutung." Der Masterstudiengang bildet pädagogische Fachkräfte für den Kindergarten und Lehrpersonen für die Grundschule aus. Für das Studienjahr 2026/27 wurde er in Zusammenarbeit mit den drei Bildungsdirektionen umfassend weiterentwickelt.
Der Rektor der Freien Universität Bozen, Alex Weissensteiner, sieht darin einen wesentlichen Grund für die positive Entwicklung: «Die stark gestiegenen Bewerbungszahlen zeigen, dass wir mit der Neuausrichtung des Masterstudiengangs der Bildungswissenschaften für den Primarbereich den richtigen Weg eingeschlagen haben. Kontinuierliche Praktika, die enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen sowie flexiblere Lernformate machen das Studium deutlich praxisnäher», erklärt Weissensteiner. «Damit reagieren wir konkret auf die Bedürfnisse der Studierenden und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag dazu, mehr qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen für Südtirol auszubilden».
Inhaltlich setzt der reformierte Studiengang Schwerpunkte auf Inklusion, Mehrsprachigkeit, Nachhaltigkeit und MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sowie auf den reflektierten Einsatz digitaler Medien und Künstlicher Intelligenz.

