(ANSA) - BOZEN, 3 FEB - Nach dem Stand der Dinge beim Schlachthof Bozen erkundigte sich Franz Locher (Svp) am Dienstag in einer Anfrage in der aktuellen Fragestunde im Landtag: Nach der Aussetzung der Schlachtungen in der Landeshauptstadt aufgrund notwendiger, außerordentlicher Instandhaltungsarbeiten habe ab 1. Juli 2025 auf die Schlachthöfe in Meran, Brixen, Ritten und Deutschnofen ausgewichen werden müssen. Die vorhandenen Strukturen könnten die Ausfälle aber nicht wettmachen, dafür sei vor Ort zu wenig Personal im Dienst und die Kühlräume hätten nicht die nötige Kapazität. Die Transportwege hätten sich zudem erheblich verlängert und stellten das Tierwohl in Frage. Die betroffenen Bauern drängten nun auf eine Lösung und hofften auf den seit langem versprochenen Neubau der Struktur, schickte der Abgeordnete voraus und stellte dazu mehrere Fragen an die Landesregierung, u.a.: Welche Sanierungsmaßnahmen sind für den Schlachthof in Bozen geplant? Wann soll der Schlachthof in Bozen wieder in Betrieb genommen werden? Wann sollte das genehmigte Projekt für einen Neubau, der medial bereits angekündigt wurde, zur Verfügung stehen? Landesrat Luis Walcher führte aus, dass nun 739.000 Euro von der Gemeinde Bozen in den Schlachthof investiert würden. U.a. seien Kraninstrumente statisch kontrolliert und zertifiziert worden, man habe in die Kühlkette investiert u.a.m. Die Summe, die in die Sanierungsarbeiten flösse, sei beträchtlich. Derzeit gebe es keinen Betreiber, weder die Stadtgemeinde Bozen noch die SEAB seien in der Lage, einen Schlachthof zu führen. Man hoffe, dass der Schlachthof Ende Februar/Anfang März wieder öffnen werde. 13.000 Schlachtungen würden im Schlachthof Bozen jährlich abgewickelt, das sei ein erheblicher Anteil der Schlachtungen in Südtirol. Man werde eine Machbarkeitsstudie machen, um zu ermitteln, wie der künftige Schlachthof ausschauen solle - diese Aufgabe habe Landesrat Bianchi übernommen. (ANSA). YSU-KFM
Schlachthof Bozen, Gemeinde investiert 739.000 Euro Eröffnung Ende Februar/Anfang März geplant, 13.000 Schlachtungen im Jahr
3 febbraio 2026 • 15:52

