(ANSA) - BOZEN, 3 AUG - Die Entscheidung der Südtiroler Landesregierung, Motorsportveranstaltungen in bestimmten Gebieten des Landes einzuschränken, stößt beim italienischen Motorradverband FMI (Federazione Motociclistica Italiana) auf Kritik. Der Verband bezeichnet die Regelung als ungerechtfertigt benachteiligend" und fordert einen Dialog über nachhaltige Mobilität. Mit einem Beschluss hat die Landesregierung ein Verbot für die Abhaltung von Motorsportveranstaltungen, in Gebieten oberhalb von 1.600 Metern Meereshöhe sowie auf bestimmten Straßen im Land, erlassen. Betroffen sind laut FMI nicht nur Rennen, sondern auch Freizeit- und Tourismusveranstaltungen von Motorradclubs und anderen Organisationen der Branche. Der Präsident der FMI, Giovanni Copioli, zeigte sich überrascht und besorgt" über die Maßnahme. In einer Provinz, in der der Motorradtourismus seit jeher eine wichtige touristische Ressource darstellt und zahlreiche Liebhaber anzieht, um das Gebiet kennenzulernen und aufzuwerten, sehen wir uns mit einer Regelung konfrontiert, die den Zugang zu einigen der für Motorradfahrer bedeutendsten Straßen einschränkt", erklärte Copioli. Die FMI betonte, dass sie seit Jahren für eine nachhaltige Form des Motorradtourismus eintrete, die auf dem Respekt gegenüber Umwelt, Bevölkerung und Verkehrsregeln beruhe. Der Motorradtourismus bringe zudem wirtschaftliche Impulse und trage zur Bekanntheit vieler Regionen bei. Wir sind der Ansicht, dass die von der Landesregierung beschlossene Regelung die Bewegungsfreiheit der Motorradfahrer einschränkt und daher eine ungerechtfertigte Benachteiligung darstellt", heißt es in der Stellungnahme des Verbandes. Die FMI werde weiterhin verantwortungsvolles Verhalten und die Einhaltung der Verkehrsregeln fördern. (ANSA). YGK-BUR