(ANSA) - BOZEN, 23 FEB - Bereits zum zweiten Mal sind die Carabinieri in Südtirol gegen eine Gruppe Minderjähriger vorgegangen, die Schlagringe aus Hartplastik mithilfe von 3D-Drucker hergestellt haben. Bereits Ende Januar war ein Schüler angezeigt worden, der nach demselben Verfahren eine Stichwaffe produziert hatte. Die Beamten sprechen von einem gefährlichen Phänomen der Jugendkriminalität innerhalb einer örtlichen Schule" im Eisacktal und zuvor im Unterland. Die Ermittler bestätigten die Anzeige von zwei Minderjährigen, die an einer regelrechten Produktions- und Vertriebskette für Hieb- und Stichwaffen" beteiligt gewesen sein sollen. Die Ermittlungen wurden aufgrund eines qualifizierten Hinweises" eingeleitet, wonach eine Gruppe sehr junger Personen illegalen Aktivitäten nachging. Die weiteren Nachforschungen brachten eine beunruhigende Realität ans Licht. Bei Hausdurchsuchungen wurden eindeutige Beweise sichergestellt: Ein 15-Jähriger, der wegen unerlaubter Waffenherstellung angezeigt wurde, war im Besitz des 3D-Druckers, mit dem die Waffen gefertigt worden waren. Ein weiterer Minderjähriger, unter 14 Jahren, wurde mit einem bereits fertiggestellten Schlagring angetroffen. Letzterer wurde der Staatsanwaltschaft beim Jugendgericht gemeldet. Der 3D-Drucker sowie die hergestellten Gegenstände wurden beschlagnahmt. Im Verlauf der Ermittlungen wurde außerdem festgestellt, dass die Gruppe versucht hatte, einen Schüler einzuschüchtern, der die illegalen Aktivitäten seinen Lehrern melden wollte. (ANSA). YGK-WA