(ANSA) - BOZEN, 3 AUG - Südtirols Bildungs- und Familienlandesrat Philipp Achammer spricht sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche aus und fordert eine entsprechende gesetzliche Regelung auch auf staatlicher Ebene. Ziel sei es, Kinder besser vor den negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf ihre mentale und seelische Gesundheit zu schützen. Anlass sind jüngste Entscheidungen in Frankreich und Österreich. Während Frankreich ein Verbot für unter 15-Jährige beschlossen hat, hat sich die österreichische Bundesregierung auf strengere Zugangsregeln für bestimmte Social-Media-Plattformen geeinigt. Achammer begrüßte diesen Schritt und betonte, der Schutz von Kindern habe Vorrang. Wie das Land in einer Aussendung mitteilt, hat sich Achammer bereits im Frühjahr mit der italienischen Familienministerin Eugenia Roccella über das Thema ausgetauscht. Kürzlich führte er zudem Gespräche mit dem österreichischen Staatssekretär für Digitalisierung, Alexander Pröll, der die in Österreich beschlossene Regelung mitinitiiert hat. Diese sieht unter anderem ein Nutzungsverbot bestimmter Plattformen mit suchtfördernden Funktionen für unter 14-Jährige sowie eine Altersüberprüfung durch externe Anbieter vor. Nach Ansicht Achammers braucht es vergleichbare Maßnahmen auch in Italien. Kinder und Jugendliche benötigten sichere Räume, sowohl online als auch offline. Politik und Gesellschaft seien gefordert, sie vor schädlichen Inhalten zu schützen und die Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen zu schaffen. (ANSA). YGK-BUR