(ANSA) - BOZEN, 30 JULI - Die Allianz der Kultur" in Südtirol schlägt erneut Alarm, denn wenige Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres sei die Situation rund um die kulturellen Bildungsangebote an den Schulen weiterhin ungeklärt. Zwischen Landesregierung und den die Lehrpersonen vertretenden Gewerkschaften gebe es bislang keine tragfähige Einigung in den laufenden Verhandlungen. Die Kulturschaffenden fordern rasche Lösungen und warnen vor langfristigen Folgen für Bildung, Kultur und die Existenz zahlreicher Kunstschaffender. Die Allianz der Kultur nimmt die bisherigen Zusicherungen und Stellungnahmen der Verantwortlichen als Reaktion auf den offenen Brief von Anfang Juli zur Kenntnis. Dennoch habe sich an der prekären Lage nichts Grundlegendes geändert. Nachhaltige Maßnahmen zur Sicherung der schulischen Kulturprogramme seien bislang ausgeblieben. Mitglieder der Kulturszene würden berichten, dass sie sich wegen fehlender Aufträge beruflich umorientieren müssten, nachdem außerschulische Angebote reduziert worden seien. Betroffen sei etwa der Bereich des Theaters an Schulen.. Die Südtiroler Kulturszene umfasse zahlreiche Verbände, Kollektive, Vereine sowie Kulturinstitutionen mit haupt- und ehrenamtlich engagierten Mitarbeitenden. Um diese Vielfalt zu erhalten und insbesondere jungen Menschen weiterhin den Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen, müsse die aktuelle Situation unverzüglich gelöst werden. Die Kultur darf nicht zum Spielball verschiedener Interessen werden", betont die Allianz. Die Auswirkungen der Proteste seien bereits deutlich spürbar. Um die Dimension der Entwicklung sichtbar zu machen, werde derzeit eine empirische Untersuchung durchgeführt. Die Allianz der Kultur fordert deshalb eine konsequente Fortsetzung und einen raschen Abschluss der Verhandlungen. (ANSA). YGK-WA