BOZEN - Um aktuelle Themen rund um den Forstdienst ging es bei der Jahreshauptversammlung der Interessensgemeinschaft Landesforstkorps am 27. Oktober in Terlan, an der auch Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher und Personallandesrätin Magalena Amhof teilnahmen. Ein wichtiges Thema war dabei der seit August geltende neue Bereichsvertrag für das Landesforstpersonal, der den Beruf finanziell und strukturell aufwertet. Genau am Versammlungstag erhielten die Mitarbeitenden erstmals das neue Gehalt, die höheren Zulagen und die rückwirkenden Beträge seit Jänner 2026. "Diese Aufwertung ist mehr als verdient. In den vergangenen Jahren sind die Aufgaben und Anforderungen an den Forstdienst deutlich anspruchsvoller geworden", betonte Personallandesrätin Amhof. Insgesamt investiert das Land zusätzlich rund 1,27 Millionen Euro jährlich. „Damit stärken wir den Landesforstdienst finanziell und setzen ein klares Zeichen für die Wertschätzung dieses Berufs", sagte Amhof. Eine zentrale Neuerung des neuen Bereichsvertrags betrifft die Forstdienstzulage, die von 33 auf 50 Prozent des Anfangsgehalts der jeweiligen Funktionsebene steigt. Zudem erhalten Stationsleiterinnen und Stationsleiter erstmals eine eigene Zulage. Sie beträgt 60 Prozent des Anfangsgehalts der VII. Funktionsebene. Mit dem neuen Vertrag wurden außerdem die Berufsbilder überarbeitet und unter anderem Bereitschaftsdienste, Teilzeit, Dienstkleidung sowie Gesundheitsüberwachung neu geregelt. Rund 350 Mitarbeitende der zwölf Forstämter betreuen Wald und Weide, Almen und Mahdwiesen sowie Pflanzen und Tiere auf rund zwei Dritteln der Landesfläche. Die Interessensgemeinschaft des Landesforstkorps in Südtirol vertritt die Interessen von Forstbeamten, Forstinspektoren und Forstwachen und thematisiert bei ihren Jahreshauptversammlungen vor allem Verträge und forstwirtschaftliche Herausforderungen.