(ANSA) - BOZEN, 17 APR - Illegale Migration eindämmen, Schutzbedürftige schützen und qualifizierte Zuwanderung ermöglichen: auf diesen Grundsätzen basiert die EU-Migrationspolitik, wie EU-Kommissar für Inneres Magnus Brunner beim Forum Sicherheit und Migration am 17. April im NOI Techpark erklärte. Landeshauptmann Arno Kompatscher verwies darauf, dass die EU seit der Krise 2015 Fortschritte gemacht habe. Der Migrationspakt solle illegale Einwanderung eindämmen und legale Migration steuern. EU-Abgeordneter Herbert Dorfmann betonte, Migration werde angesichts der demografischen Entwicklung weiterhin notwendig sein. Ziel sei es, irreguläre Ankünfte zu reduzieren und legale Wege zu schaffen. vvvRegierungskommissarin Maddalena Travaglini hob Maßnahmen wie stärkeren Grenzschutz, schnellere Abschiebungen und Kooperation mit Herkunftsländern hervor. Brunner sprach von einer Migrationswende": eine Reform des EU-Asylsystems mit schnelleren Verfahren an den Außengrenzen und mehr Solidarität unter den Mitgliedstaaten soll bis Juni vollständig greifen. "Partnerschaften werden gezielt ausgebaut, um illegale Migration zu verhindern, Menschenschlepper zu bekämpfen und Rückführungen von Personen, die keinen Schutzbedarf haben, zu erwirken", schilderte Brunner. "Denn wir in Europa müssen darüber entscheiden, wer nach Europa kommen darf und hierbleiben kann und nicht die Menschenschlepper. Wer kein Recht auf Aufenthalt hat, muss die EU verlassen", zeigte sich Brunner konsequent. Ein neues EU-Grenzmanagementsystem habe bereits über 60 Millionen Einreisen erfasst und hunderte sicherheitsrelevante Einreisen verhindert. Dies stärke Sicherheit und Vertrauen in den Schengenraum. (ANSA). YGK-WA