(ANSA) - BOZEN, 17 AUG - Wie jedes Jahr im August hat die Landtagsabgeordnete der Grünen, Brigitte Foppa, gemeinsam mit Rechtsanwalt Fabio Valcanover das Bozner Gefängnis besucht. Die Grüne Fraktion fordert erneut eine Stärkung der Rolle der Autonomie beim Thema Gefängnis Bozen. Derzeit untersteht es der Verwaltungsbehörde mit Sitz in Padua, die auch für das Gefängnis von Trient sowie für die Einrichtungen in Venetien und im Friaul Julisch Venetien zuständig ist. „Wir sind jetzt wieder draußen, aber es gibt Menschen, die im Gefängnis drin bleiben. Ein Ort, der den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird", berichtet Foppa. Die Vollzugsanstalt Bozen hat weiterhin mit einer starken Überbelegung zu kämpfen, heißt es in der Aussendung der Grünen. „Ein funktionierendes Gefängnis ist ein Sicherheitsfaktor für die gesamte Gesellschaft. Wenn wir die Rückfallquote senken wollen, müssen wir in die Haftbedingungen und vor allem in Möglichkeiten für Ausbildung, Arbeit und Wiedereingliederung investieren. Wir können nicht davon ausgehen, dass das Gefängnis eine von der übrigen Gesellschaft getrennte Welt ist", betont Foppa. Rechtsanwalt Valcanover erinnert daran, dass der Antrag zur Einrichtung der regionalen Gefängnisgbehörde bereits vor acht Jahren im Regionalrat verabschiedet wurde. Eine regionale Gefängnisbehörde könnte zentrale Zuständigkeiten in strategischen Bereichen übernehmen, etwa beim Bau und bei der Infrastruktur von Justizvollzugsanstalten, bei der Organisation der Arbeit innerhalb und außerhalb der Einrichtungen, bei der Mediation sowie bei der Koordination mit den Diensten vor Ort. „Wir erwarten, dass nach acht Jahren des Wartens endlich ein konkreter Schritt nach vorne gemacht werden kann. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, das Versprechen einzuhalten und über unseren Antrag abzustimmen", schließt Foppa. (ANSA). YGK-BUR
Die Grünen fordern eine Gefängnisbehörde für die gesamte Region
17 agosto 2026 • 13:35

