(ANSA) - BOZEN, 3 AUG - Der Südtiroler Bauernbund (SBB) baut seine Aktivitäten im Bereich Arbeitssicherheit aus und richtet ein neues Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein. Ziel ist es, die Prävention in der Land- und Forstwirtschaft weiter zu stärken und Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten nachhaltig zu reduzieren. Wie SBB-Landesobmann Daniel Gasser bei der Vorstellung erklärte, sei die Zahl der Arbeitsunfälle in der Südtiroler Land- und Forstwirtschaft zwischen 2019 und 2024 um knapp 14 Prozent von 1.806 auf 1.556 gesunken. Damit liege der Rückgang deutlich über jenem der Gesamtwirtschaft, wo die Unfälle im selben Zeitraum um rund neun Prozent zurückgegangen seien. Zu dieser Entwicklung hätten gesetzliche Vorgaben, sicherere Maschinen sowie die Präventions- und Sensibilisierungsarbeit des Bauernbundes beigetragen. Mit dem neuen Kompetenzzentrum sollen bestehende Kompetenzen gebündelt, Mitglieder beraten sowie Informationen, Präventionsmaßnahmen und Weiterbildungsangebote weiterentwickelt werden. Stephen Gallmetzer Kaufmann, im Bauernbund für Arbeitssicherheit zuständig, erklärte, das Zentrum werde auf drei Schwerpunkte setzen: sichere Maschinen und ergonomische Arbeitsplätze, sichere Arbeitsabläufe mit klaren Verantwortlichkeiten und Notfallplanung sowie die Stärkung des Sicherheitsbewusstseins durch Aus- und Weiterbildung. Ziel sei es, Arbeitssicherheit als festen Bestandteil des bäuerlichen Alltags zu verankern. Begleitet wird das Kompetenzzentrum von einem neu eingerichteten Beirat mit Vertretern des Bauernbundes, der Südtiroler Bauernjugend, des Bäuerlichen Notstandsfonds sowie der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft. Fachleute aus dem In- und Ausland sollen zusätzliche Expertise einbringen. (ANSA). YGK-BUR