(ANSA) - BOZEN, 15 APR - Dienstag nächster Woche ist ein entscheidender Tag für das Bundesland Tirol. Da wird nämlich vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Klage Italiens gegen die Lkw-Fahrverbote auf der Brennerroute verhandelt. Mit einem Urteil wird im Herbst gerechnet. Dann wird man wissen, wie es mit dem Verkehr auf der Brennerroute weitergeht. Vom vielgepriesenen SLOT-System ist indes bis auf weiteres keine Verkehrserleichterung zu erwarten, schreibt die Tiroler Tageszeitung in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Dieses wurde vor drei Jahren in Kufstein zwischen Bayern, Tirol und Südtirol vereinbart und sieht ein vollautomatisiertes Lkw-Verkehrsmanagement entlang des Brennerkorridors vor. Dieses kommt laut TT nicht in die Gänge. Man habe sich berechtigte Hoffnungen gemacht, dass mit der digitalen Buchungsplattform SLOT endlich der entscheidende Schritt Richtung Verlagerung des Transitverkehrs von der Straße auf die Schiene gelingt, sagt Grünen Klub-Obmann Gebi Mair. Jetzt sei die Ernüchterung „groß". Aktuell liegt SLOT auf Eis. Auch weil es ohne Staatsvertrag zwischen Deutschland, Österreich und Italien nicht geht. Doch der ist nicht in Sicht, schreibt die TT. Transit ist im Bundesland Tirol nächste Woche auch auf einer weiteren Ebene ein Thema. Am Mittwoch und Donnerstag treffen sich die amtierenden Verkehrsausschüsse von Nationalrat und Landtag erstmals in Innsbruck zu einer gemeinsamen Sitzung. Ziel ist es, den Abgeordneten des Nationalrates die spezielle Transit-Problematik näherzubringen. Es soll ihnen vermittelt werden, dass Tirol in Sachen Straßeninfrastruktur für den Transit „keinen weiteren Ausbau" dulden werde, sagte Florian Riedl (ÖVP), Obmann des Verkehrsausschusses Tirol der TT. (ANSA). YSU-WA
Am Dienstag steht Roms Transit-Klage vor EuGH Urteil wird im Herbst erwartet, Verkehrsausschüsse treffen sich in Innsbruck
15 aprile 2026 • 08:06

