(ANSA) - BOZEN, 3 MÄRZ - Im Palazzo Roccabruna in Trient fand am Dienstag die erste Sitzung von Alps Benchmarking im Jahr 2026 statt. Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Handelskammern des Alpenraums kamen zusammen, um die Zusammenarbeit offiziell wieder aufzunehmen und eine neue Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Die von der Handelskammer Bozen angeregte Initiative knüpft an frühere Kooperationen an und zielt darauf ab, den Austausch zu wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen der Berggebiete zu intensivieren. Vorgestellt wurde die neue Vereinbarung von Alps Benchmarking, die eine verstärkte Zusammenarbeit der Partner in Bereichen wie wirtschaftsfreundliche Politik, Unternehmensnetzwerke, Weiterbildung, Datenaustausch und gemeinsame Interessenvertretung auf europäischer Ebene vorsieht. Im Mittelpunkt des Treffens stand die demografische Entwicklung in den alpinen Regionen. Studien der beteiligten Handelskammern zeigen einen anhaltenden Bevölkerungsrückgang und strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft. Während traditionelle Sektoren zurückgehen, bleiben Landwirtschaft und Tourismus zentrale Säulen, ergänzt durch wachsende Dienstleistungen. Die Analysen verdeutlichten, dass demografischer Abwanderung nur mit gezielten Maßnahmen begegnet werden kann - etwa durch leistbaren Wohnraum, bessere Dienstleistungen, digitale Vernetzung, attraktive Angebote für junge Menschen und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Einigkeit bestand darüber, dass maßgeschneiderte Strategien notwendig sind, um die Besonderheiten der einzelnen Bergregionen zu berücksichtigen und deren Entwicklung langfristig zu sichern. (ANSA). YSU-WA